Der deutsch-tschechische Kulturfrühling 2017 beginnt

Das herrliche Wetter der letzten Tage hat endlich den Frühling bei uns eingeläutet. Zeitgleich begann auch ein Frühling der etwas anderen Art: die grenzüberschreitende Kulturinitiative „Deutsch-tschechischer Kulturfrühling“. Von April bis Juni erwarten uns in Deutschland und in Tschechien an die 170 Projekte, die die kulturelle Zusammenarbeit stärken und Berührungspunkte zwischen beiden Ländern schaffen sollen. Am Montag, 27. März 2017, wurde der Kulturfrühling in Anwesenheit von Vertretern der beteiligten Kulturinstitutionen offiziell in Berlin eröffnet.

Grußwort des Leiters des Tschechischen Zentrums München, Ondřej Černý, bei der Eröffnung des deutsch-tschechischen Kulturfrühlings 2017 am 27. März in Berlin.

© Tschechisches Zentrum Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den bayerisch-tschechischen Beziehungen ist in den letzten Jahren eine starke Dynamik zu spüren – und das nicht nur in der Politik und im Bereich der Kultur und Wissenschaft, sondern auch auf bürgerlicher und institutioneller Ebene. Der deutsch-tschechische Kulturfrühling wird diese Tendenz lobenswerterweise verstärken.

Rein statistisch gesehen finden 14 Projekte des Kulturfrühlings in Bayern und insgesamt 17 mit bayerischer Beteiligung statt. Die Projekte haben eine breite Inhaltsspanne und sind von unterschiedlichstem Format. So sind einige grenzüberschreitend, von Bürgern initiiert oder auf der Grundlage einer Partnerschaft, wie etwa von Schulen, entstanden. Einige vertreten die hohe Kunst, andere verknüpfen Jugendarbeit mit künstlerischem Schaffen.

Dabei sind fast alle Kultursparten vertreten: Theater, Film, Bildende Kunst, Literatur und Musik. Auch an Festivals, kreativen Workshops und sogar an ökologischen Projekten fehlt es nicht. Erlauben Sie mir, einige Beispiele zu erwähnen:

  • Die zwei Festivals, Budweiser Majales und Bamberger Kontakt, bereichern in enger Zusammenarbeit das kulturelle Leben ihrer Städte.
  • Auch das Centrum Bavaria Bohemia und Tandem, Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch, beteiligen sich mit einem bemerkenswerten Projekt: Schüler aus 34 Schulen umwickeln an der bayerisch-tschechischen Grenze Baumstämme mit Bändern in den Nationalfarben Deutschlands und Tschechiens.
  • Jazz-Musik verbindet die Städte Hof und Eger (Cheb).
  • Das berühmte Prager „Theater am Geländer“ wird erstmals mit dem Schauspiel „Europeana“ in München auftreten.
  • Im Bayerischen Nationalmuseum in München werden dank dem Czech Ensemble Baroque herausragende Werke der Prager Barockzeit erklingen.
  • In Selb und anschließend in Pardubice wird eine deutsch-tschechische Gruppe von Schülern ein einzigartiges Öko-Kunstwerk erschaffen.
  • Und last, but not least mein Lieblingsprojekt, welches das Tschechische Zentrum München ins Leben gerufen hat: Die Kinderoper Prag und der Kinderchor und das Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper führen gemeinsam die berühmte Kinderoper „Brundibar“ von Hans Krasa und eines der berühmtesten Chorwerke schlechthin, die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini, auf – und das in zwei prachtvollen Theatern, dem Prager Ständetheater und dem Münchener Prinzregententheater. Dafür werden um die 140 bayerische Kinder und Jugendliche drei Tage in Prag und 60 tschechische Kinder zwei Tage in München verbringen.

Rundum wird der deutsch-tschechische Kulturfrühling in den kommenden Monaten das bayerisch-tschechische Miteinander stark prägen und die Zusammenarbeit weiter vertiefen.

Dafür einen herzlichen Dank an all diejenigen, die das vor zwanzig Jahren durch die deutsch-tschechische Erklärung ermöglicht haben und an den Deutsch-tschechischen Zukunftsfond, der aus diesem historischen Meilenstein hervorgegangen ist.

Ich wünsche uns allen einen schönen Abend!

Nähere Informationen zu den Projekten in Deutschland sind hier zu finden: http://berlin.czechcentres.cz/programm/event-details/cesko-nemecke-kulturni-jaro-2017/

Der deutsch-tschechische Kulturfrühling ist eine grenzüberschreitende Kulturinitiative der Deutschen Botschaft Prag, des Goethe-Instituts in Prag, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Tschechischen Zentren in Berlin und München in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik.

René Spitz: Die Ästhetik der Dinge

Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung Die Ästhetik der Dinge: Junges Design aus Tschechien und Deutschland im Deutschen Sparkassenverlag/DSV Kunstkontor am 27. Oktober 2016
Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Honorarkonsulats der Tschechischen Republik und des Tschechischen Zentrums München in Kooperation mit dem Design Cabinet CZ, dem Sparkassenverlag Stuttgart und dem Rat für Formgebung Frankfurt.

Prof. Dr. René Spitz, Professor an der Rheinischen Fachhochschule (RFH) Köln für Designtheorie, Internationales Design und Kommunikation; Designkritiker

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Foto: Oliver Abraham, Köln

Sehr geehrter Professor Ilg,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Freiheit ist uns ein hohes Gut. Für uns ist nur der Staat legitim, der seinen Bürgern persönliche Freiheit garantiert. Als tatsächlich durchgesetzte Wirklichkeit, alltäglich erlebbar, allseitig spürbar, realisierbar.

Vor fast hundert Jahren, am 28. Oktober 1918, trat die Washingtoner Erklärung in Kraft. Sie bildete die anerkannte Grundlage des damals neuen tschecheslowakischen Staates: Einer freien und demokratischen Republik, deren Presse frei und unabhängig berichten konnte, deren Gerichte frei entscheiden konnten, deren Bürgerinnen und Bürger ihre politischen Gremien auf Zeit wählen und ihren religiösen Glauben frei ausüben durften.  Allgemeines Wahlrecht, Gleichstellung der Frauen, Pressefreiheit, Justizfreiheit, Glaubensfreiheit, Gleichstellung aller ethnischen Zugehörigkeiten: Das sind die Fundamente eines modernen Staates nach unserem Verständnis. Wenn wir heute auf die Nachrichten aus aller Welt, auch aus Europa, blicken, sehen wir, dass diese Rechte in vielen, in zu vielen Staaten entweder in Gefahr sind oder ohnehin unterdrückt werden. Ein ziviler und demokratischer Rechtsstaat mag uns so selbstverständlich sein wie das Internet: Er ist halt einfach da. Nur in seltenen Momenten, wenn wir unsere Komfortzone wegen eines gewaltsamen Einbruchs verlassen, wird schlagartig offenbar, dass es sich um eine Errungenschaft der Moderne handelt, die auch geschützt werden muss. Weiterlesen

Eine Lesung über den tschechischen Pionier der Kunstfotografie František Drtikol

Am 16. Juni 2015 fand in der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München, an der Fakultät für Fotodesign, eine Lesung aus dem Roman „Dějiny světla“ (CZ 2013, Eine Geschichte des Lichts) des tschechischen Autoren Jan Němec statt. Der biografische Roman, der 2014 mit dem Tschechischen Buchpreis und auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet worden ist, widmet sich dem bedeutenden tschechischen Fotografen František Drtikol. Der für die Lesung ausgewählte Ort war mehr als symbolisch, denn František Drtikol hatte an der Vorgängerinstitution dieser Schule vor mehr als hundert Jahren studiert. Jan Němec las daher vor allem Auszüge aus den Kapiteln vor, deren Handlung in München spielt. Die Textpassagen wurden extra für die Lesung vorab ins Deutsche übersetzt. Im Hintergrund wurden derweil Fotografien von Drtikol projiziert. Im Gespräch mit dem Publikum stellte Němec dann die faszinierende Persönlichkeit Drtikols näher vor und ging darauf ein, was ihn zu dem Roman inspiriert hatte. In der sehr persönlichen Diskussionsatmosphäre lernten die Besucher nicht nur Němecs Werk, sondern auch den Autor selbst besser kennen. 

 DSCN0323Jan Němec wuchs in der Familie des Schriftstellers und Rundfunkredakteurs Ludvík Němec auf. Er studierte Soziologie und Religionswissenschaften, derzeit arbeitet er als Redakteur der Zeitschrift und des Verlags „Host“. Er ist außerdem Dramaturg der TV-Literaturreihe „U zavěšené knihy“ (Zum aufgehängten Buch). Seit dem Jahr 2014 ist er zudem Vorsitzender des neu gegründeten tschechischen Schriftstellerverbands. „Eine Geschichte des Lichts“ ist sein drittes Buch. Im Jahr 2007 debütierte er mit der Poesiesammlung „První život“ (Erstes Leben). Für seinen prosaischen Erstling „Hra pro čtyři ruce“ (Spiel für vier Hände) wurde er 2010 für den Literaturpreis Jiří Orten nominiert. Für den Roman „Eine Geschichte des Lichts“ erhielt er den Tschechischen Buchpreis 2014 und wurde für die Magnesia Litera in der Kategorie Prosa nominiert. Weiterlesen

Zeitgenössischer Schmuck – Rinderknochen, Snowboards und Tischtennisbälle

Wahrscheinlich kann jeder etwas mit dem Wort „Schmuck“ anfangen. Manche denken gleich an goldene Ringe und Halsketten von Cartier, ein anderer ist vielleicht mehr an Bijouterie interessiert, aber nur wenige würden mit dem Wort „Schmuck“ die drei im Titel genannten Begriffe verbinden. Aber warum eigentlich nicht? Die tschechischen Schmuckkünstler zeigen auf der Ausstellung „Schnitt/Incision“ im Tschechischen Zentrum München vom 12.3. bis 3.4.2015, dass auch aus solchen Materialien beeindruckender Schmuck entstehen kann.

Im Rahmen der Reihe Schmuck 2CIMG6601015 auf der Internationalen Handwerkmesse München haben sich sechs tschechische Schmuckkünstler im Tschechischen Zentrum vorgestellt: Stanislava Grebeníčková mit ihren eleganten Broschen aus Glas, Kateřina Matěchová, deren Tischtennisbälle eine neue Verwendung gefunden haben, der auch im Ausland bekannte Pavel Opočenský, der aus alten Snowboards Unglaubliches hergestellt hat, Jana Střílková mit ihren einzigartigen Produkten aus Rinderknochen, Jiří Šibor, der „Meister der Nietung“, und Karel Votipka, der Steine in Schmuck verwandelt hat.

Schon allein die Auswahl dieser Künstler macht deutlich, wie mannigfaltig zeitgenössischer Schmuck sein kann. Ein jeder arbeitet mit anderen Materialien und nutzt andere Techniken zur Bearbeitung. Auch der Generationsunterschied zwischen den einzelnen Künstlern lässt sich gut an deren Werken erkennen. So wirken die Tischtennisbälle von der frisch gebackenen Absolventin Matěchová fröhlich und voller Leben, im Gegensatz dazu strahlen die Broschen von Opočenský oder Šibor Eleganz und Sinn für Schönheit aus.

Die Vernissage der Ausstellung fand am 11.3.2DSC_0285015 statt und wurde von den Ausstellungskuratoren Julie Bergmannová und Jiří Šibor eröffnet. Sie stellten die anwesenden Künstler vor und führten die Besucher in deren Techniken der Schmuck-Herstellung ein. Zu den interessierten Gästen gehörte auch der tschechische Generalkonsul in München Milan Čoupek.

Die Besucher waren fasziniert von der Arbeit der „goldenen tschechischen Hände“, und vermutlich hätte jeder gerne ein Schmuckstück mit nach Hause genommen. Allerdings zählt zeitgenössischer Schmuck aus Tschechien nicht zu den preiswerten Geschenken. Der Preis eines Schmuckstücks aus Stein kann durchaus den eines Schmuckstücks aus Gold von einer bekannten Weltmarke übertreffen. Tschechischer zeitgenössischer Schmuck wird daher vor allem von Sammlern und „Kunst-Feinschmeckern“ nachgefragt. Eine solche Kunstmäzen-Familie kam bereits vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung. Diese Gruppe italienischer Sammler, die zwar ziemlich unauffällig aussah, dabei aber in Italien bedeutsame Kunstsammlungen in riesigen Schlössern besitzt, kaufte mehrere Schmuckstücke für Tausende von Euros. Und nach einer halber Stunde war sie wieder weg, genauso diskret, wie sie gekommen war. Weiterlesen

Deutsch-tschechisch-slowakische Begegnung – „Grenzen? Überwinden!“

Die Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde, ein deutsch-tschechisch-slowakischer Jugendverband, lud Ende Dezember wieder zu ihrer großen Silvesterbegegnung ein. Diesmal waren auch Mitglieder des Hauptverbandes, der Ackermann-Gemeinde, dabei. Die Ackermann-Gemeinde wurde ursprünglich 1946 von katholischen Heimatvertriebenen aus Böhmen und Mähren gegründet und setzt sich auf der Basis christlicher Werte für Versöhnung in Mitteleuropa ein. Natascha Hergert, derzeit als europäische Freiwillige bei der Organisation Antikomplex in Prag tätig, war bei der Silvesterbegegnung dabei und berichtet davon, wie das Miteinander der Generationen geklappt hat.

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„Grenzen? Überwinden!“ – und dabei gemeinsam feiern, das war beim traditionellen deutsch-tschechisch-slowakischen Silvester der Jungen Aktion problemlos möglich. Zum Jahresende trafen sich die Teilnehmer der Begegnung am 28. Dezember 2014 in Weil der Stadt bei Stuttgart, wo sie von viel Schnee, Temperaturen unter null Grad, alten Freunden und neuen Bekannten begrüßt wurden.

Landesgrenzen hatten viele schon bei ihrer Ankunft hinter sich gelassen und kulturelle Grenzen gibt es für junge Menschen aus Mitteleuropa ohnehin keine. Auch die im mitteleuropäischen Alltag oftmals noch bestehende Sprachbarriere rückte in diesen Tagen in den Hintergrund: So wurde das gesamte Programm gedolmetscht; dies wurde dabei nicht von professionellen Dolmetschern, sondern von den Teilnehmern selbst übernommen. Lukáš Duliček, Monika Traubová, Daniel Kolář, Christoph Mauerer und Matthias Melcher absolvier(t)en einen Europäischen Freiwilligendienst in Deutschland, Tschechien oder der Slowakei – mit den dabei erworbenen Sprachkenntnissen trugen sie zum Gelingen der Silvesterbegegnung bei und motivierten auch die anderen Jugendlichen zum Erlernen der Nachbarsprache. So gab es jeden Tag einen sprachlichen Programmpunkt – die „I like to mluvit“-Einheiten. Dabei handelte es sich um Sprachanimationen, bei denen Christoph Mauerer den Jugendlichen auf spielerische Art und Weise die deutsche, tschechische und slowakische Sprache näherbrachte. Gemäß dem Wortspiel mit dem Soundtrack des Filmes Madagascar und „mluvit“, dem tschechischen Wort für „sprechen“, konnten die Teilnehmer für die Sprachen der mitteleuropäischen Nachbarländer begeistert werden.

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Die vergessenen Ecke Tschechiens

Trotz des starken, heftigen Schneefalls sind am Dienstag, den 27.1.2015, viele Leute ins Tschechische Zentrum München gekommen, um sich über Urlaubsmöglichkeiten in der Region Olmütz (Olomoucký kraj) sowie im Altvatergebirge (Jeseníky) zu informieren. Der im Nordmähren gelegene Landstrich mit dem rauen Charme unberührter Natur, zahlreichen Kurorten und Heilbädern, mit Wander- und Radwegen oder Skipisten und einer hervorragenden Gastronomie könnte schon bald kein Geheimtipp mehr sein.

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Bereits im Flur lagen zahlreiche englisch- und deutschsprachige Prospekte über die Regionen zum Mitnehmen aus. In den nachfolgenden Präsentationen, vorgestellt von Josef Tetera (Region Olmütz) und Andrea Závěšická (Altvatergebirge – Tourismusverband), erhielten die Besucher viele Inspirationen für den nächsten Sommer- oder Winterurlaub. Der besondere Reiz dieser Region liegt darin, dass wirklich für alle etwas dabei ist: Der Aktivurlauber kommt hier ebenso auf seine Kosten wie der geschichtsinteressierte Besucher oder der Erholungssuchende. Dementsprechend groß war auch das Interesse: Der Saal war brechend voll, zahlreiche Journalisten und Reisebüros waren anwesend. Zur Eröffnung sprachen der tschechische Generalkonsul in München Milan Čoupek, die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen Zuzana Finger, sowie die Stellvertreterin des Bezirkshauptmanns der Region Olmütz Yvona Kubjátová. Das Bestreben, das Altvatergebirge und die Olmützer Region auch in Deutschland bekannter zu machen, war offensichtlich groß.

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Die kleinen Pilsner Geschichten außerhalb der Geschichtsbücher

Am 2. Februar präsentierte sich Pilsen im Ostlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek dem Münchner Publikum als Europas Kulturhauptstadt 2015. Obwohl die Süddeutsche nur einige Tage vor der Veranstaltung den Kulturhauptstadt-Titel in einem Artikel als „Milliarden-Schwindel“ bezeichnet hatte, worauf die Redner auch mehrmals Bezug nahmen, mussten die Organisatoren wegen des großen Interesses und Überfüllung den Anmeldeschluss sogar vorziehen. Die einzelnen Akteure konnten so in dem mehrstündigen Themenabend vor einem vollen Saal die vielen Facetten und große sowie kleine Geschichten ihrer Stadt vorstellen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

„Zur Geschichte gehören eben auch die kleinen Geschichten; die Geschichten der Menschen rund um uns, nicht nur diejenigen, die in die Geschichtsbücher aufgenommen worden sind,“ führte Antonín Kolář, ein Geschichts- und Literaturlehrer des Pilsner Masaryk-Gymnasiums, das Publikum in seine Arbeit mit Schülern ein. „Wir sollten nach den vergessenen Namen und Schicksalen fragen, nach ihnen suchen.“ Das Tagebuch von Věra Kohnová, die „Anne Frank“ Pilsens, sei eine der „kleinen“ Geschichten, die ein Teil des gerade im Unterricht entstehenden Internetblogs der Schüler werden soll.

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