Die Prager Schaltstelle für Film: Eva Přibylová

Film ist einer der Schwerpunkte im Tschechischen Zentrum. Bereits seit vierzehn Jahren werden alljährlich die aktuellsten Spielfilme bei der Tschechischen Filmwoche in München präsentiert.

Außerdem wird im Arena Filmtheater München jeden ersten Mittwoch des Monats ein tschechischer Spiel- oder Dokumentarfilm gezeigt, so zum Beispiel im November der Film „Swingtime“ von Jaromír Polišenský. Wie viel Arbeit jedoch dahinter steckt, tschechische Filme in ausländische Kinos zu bringen, das sieht man meistens nicht. Eine, die das aber sehr genau weiß, ist Eva Přibylová. Sie arbeitet als Koordinatorin für Filmprojekte in der Prager Zentrale der Tschechischen Zentren. Das bedeutet, dass sie nicht nur die Tschechischen Zentren zum Beispiel in Budapest oder Bukarest in Sachen Film berät, sondern auch die Botschaften, Konsulate und andere tschechische Einrichtungen im Ausland.

Eva Přibylová

Eva Přibylová

Etwa dreißig bis vierzig Filme werden pro Jahr in der Tschechischen Republik produziert, wobei aber nur etwa drei oder vier davon wirklich gut sind, erklärt Eva Přibylová. Obwohl sie an keiner Filmakademie studiert hat, kennt sie sich in der tschechischen Kinematografie wie kaum ein anderer aus. Als Filmkoordinatorin kümmert sie sich um alles, was notwendig ist, damit der gewünschte Film (Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Zeichentrickfilme) erfolgreich im Ausland gezeigt werden kann. Sie spricht Empfehlungen aus, verhandelt die Filmvorführungsgebühren, überprüft, in welchem Format der Film vorhanden ist oder welche Untertitel benötigt werden. Es verwundert daher nicht, dass sie an einem normalen Arbeitstag vor allem telefoniert und E-Mails schreibt. Weiterlesen

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