Tschechischer Witz in München

Ein paar Schritte entfernt vom Maxmonument in der Thierschstraße, die sich parallel zur Isar erstreckt, verbirgt sich, direkt neben einem Goldschmiedeatelier, ein kleiner Laden Namens Kubula. Neben Büchern von Petra Hůlová, Milan Kundera oder Jaroslav Hašek in deutscher Übersetzung stehen hier auch vielerlei Holzspielzeuge tschechischer Provenienz. „Die Figuren vom Prager Marionettenbauer Trejtnar finde ich ganz schön, die haben Witz“, beschreibt der Ladenbesitzer Michael Lochar seine Lieblingsartikel. „Es gibt ja einen tschechischen Witz und Trejtnar hat ihn.“

Der Kubula Laden

Der kleine Laden sei ursprünglich als eine Art Begegnungsort entstanden, wo man mit Menschen über Tschechien, über Prag, über Kultur reden könne. Als die Räume neben dem Goldschmiedeatelier seiner Frau 2006 frei wurden, zögerte Lochar nicht lange. „Wir wollten kein Büro haben, irgendwo im ersten Stock, in einem Haus, wo man keinen Kontakt zur Realität, zu den Leuten rundum hat.“ Der Opernregisseur und Verlagspromoter kam mit neun Jahren nach Deutschland, blieb aber, zuerst über seine Familie, später dann professionell eng verbunden mit seiner tschechischen Heimat.

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