Münchner Kindl ve škole

Ein Workshop im Rahmen der Ausstellung „Radek Pilař für Kinder“

Es sind Fragen, die sich viele im Ausland lebende Eltern stellen müssen: Was kann ich tun, damit mein Kind nicht nur bloß zu Hause unsere Heimatssprache spricht? Wie kommt es in Kontakt mit Gleichaltrigen, die ähnliche Wurzeln haben? Und was passiert, falls wir eines Tages zurückkehren? Wird mein Kind in der dortigen Schule noch mithalten können?

Für tschechische Eltern in der bayerischen Landeshauptstadt gibt es aber mittlerweile eine eindeutige Antwort auf solche Fragen: die Tschechische Schule ohne Grenzen (tsch.: Česká škola bez hranic). Sogar aus Augsburg und Ingolstadt reisen Eltern wöchentlich an, damit ihre Kinder vom Angebot der Schule profitieren können.

Vor sechs Jahren wurde die Schule ins Leben gerufen – eine von insgesamt dreien in der Bundesrepublik. Sie ist Teil eines internationalen Vereins, der auch über die Grenzen Europas tätig ist, etwa in Australien und den Vereinigten Staaten. Seit ihrer Gründung setzt sich die Schule für die vertiefte Vermittlung des Tschechischen sowie der Heimatkunde außerhalb der Heimat ein. München sind solche Initiativen keineswegs fremd – ein polnischer Vorgänger existiert bereits seit 1984. Auch die tschechische Schule hat sich rasch zu einem wichtigen Bindeglied in der hiesigen deutsch-tschechischen Zusammenarbeit entwickelt. Weiterlesen

Ausgerüstet für eine gemeinsame Zukunft

Dank des Bohemicums haben deutsche Studierende eine einmalige Chance, umfassende Kenntnisse der tschechischen Sprache sowie Kultur binnen kürzester Zeit zu erwerben. Wir berichten über das Angebot, welches nun zum 18. Mal ausgeschrieben worden ist.

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst war es, das ursprünglich die Idee von einer vertieften wissenschaftlichen wie auch kulturellen Beschäftigung mit dem Nachbarland angeregt hatte.  Damals – kurz nach der Wende – gab es aber keine konkrete Vorstellung, wie die Vermittlung von Tschechien-Kompetenzen erfolgen sollte. So wendeten sich die Politiker an die Hochschulen. Bei der Anhörung in München schlossen sich die Universitäten Regensburg und Passau spontan zusammen, und ihr gemeinsames Konzept fand Billigung. Auf diese Weise ist die wissenschaftliche Einrichtung Bohemicum Regensburg-Passau vor über 20 Jahren entstanden.

Bohemicum

Die studienbegleitende Ausbildung kann sowohl an der Universität Regenburg als auch an der Universität Passau absolviert werden

Neben diversen Forschungsinteressen und der Koordination des interdisziplinären Bachelorstudiengangs „Deutsch-Tschechische Studien“ bietet das Bohemicum seit 1996 ein Zusatzstudium an, das hierzulande einzigartig ist.  Innerhalb von zwei Semestern setzen sich Teilnehmer nicht nur mit der tschechischen Sprache auseinander, sondern bekommen auch tiefen Einblick in die Landes- und Kulturkunde Tschechiens.  Anhand von intensiven Sprachkursen, Auslandsaufenthalten sowie ergänzenden Veranstaltungen aus verschiedenen Bereichen – sei es dem juristischen, literaturwissenschaftlichen oder geschichtlichen – wird eine neue Generation von Tschechien-Experten ausgebildet. Eine Sommerschule in Böhmen oder Mähren bildet das offizielle Ende des Zusatzstudiums und bringt die Teilnehmer in Kontakt mit vielen Gleichgesinnten. Für Susanne Volk, eine Absolventin des Jahrgangs 2006/07, war dieses Erlebnis sogar der Höhepunkt des Bohemicums. „Die Begegnung mit Studenten aus aller Welt, die auch das Ziel hatten, Tschechisch zu lernen, bleibt unvergesslich.“, sagt sie dazu.

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